Wohnhaus Bahnhofstraße 69
Das freistehende, dreigeschossige, stadtbildprägende Eckgebäude wurde 1895 errichtet und ist Teil des Denkmalbereichs „Westliche Stadterweiterung (1870–1914)“. In seiner ursprünglichen Gestaltung wies das Wohngebäude typische Merkmale des späten Historismus auf. Dazu zählen eine aufgelockerte Fassadengliederung sowie eine nicht mehr streng vertikale und horizontale Ordnung der Achsen und Geschosse.
Nach dem zweiten Weltkrieg wurde die einst reich dekorierte Fassade jedoch stark vereinfacht. Nach 1920 befanden sich in dem Gebäude bis in die 1940er Jahre unter anderem eine Arztpraxis sowie eine Rechtsanwaltskanzlei. In den folgenden Jahren diente es zeitweise als Hortgebäude für die gegenüberliegende Schule und wurde später durch Büros der Volkshochschule sowie verschiedener städtischer Einrichtungen genutzt.
Nach mehrjährigem Leerstand wurden in 2013/2014 umfangreiche Modernisierungs- und Instandsetzungsmaßnahmen an Fassaden, Fenstern, Gesimsen, dem Flachdach und der Dachentwässerung durchgeführt und durch das Städtebauförderprogramm „Stadtumbau Ost“ im Teilprogramm „Sanierung, Sicherung und Erwerb“ finanziell unterstützt.